Schritt für Schritt zum neuen Gebiss

In besonders starken Fällen kann es durch Abrasion (Abschürfung) oder Säureschädigung sowie Karies zu starkem Verlust von Zahnhartsubstanz oder ganzen Zähnen kommen. Dann ist häufig eine Sanierung des kompletten Gebisses notwendig. Zuerst müssen die Ursachen für den Zahnsubstanzverlust ermittelt und therapiert werden. Im Anschluss wird in der Regel der alte Zustand wiederhergestellt und die Substanzverluste ausgeglichen.

Was viele nicht wissen: Eine solch ausgeprägte Schädigung der Zähne kann neben den klassischen Zahnschmerzen und einer eventuell nicht ansprechenden Ästhetik auch funktionelle Probleme mit sich bringen. Durch die Schädigung der Seitenzähne kann es zu einer Reduzierung der ursprünglichen Bisshöhe kommen. Als Folge kann eine Craniomandibuläre Dysfunktion mit Symptomen wie Kopfschmerzen, Nackensteife oder chronische Muskelverspannungen auftreten. Hier hat die Therapie immer zum Ziel, beides – die gesundheitlichen und die ästhetischen Probleme – zu lösen, um dem Patienten sein natürliches, gesundes Lächeln zurückzugeben. Sprich: Biss und Form müssen wieder stimmen.

Die Therapie eines solchen Falles erstreckt sich über einen längeren Zeitraum, da sichergestellt werden muss, dass der Patient mit dem neu eingestellten Biss gut zurecht kommt und auch von ästhetischen Gesichtspunkten her zufrieden ist. Im Zusammenspiel mit unserem spezialisierten zahntechnischen Labor tasten wir uns mit Ihnen daher an die richtige Form von Ober- und Unterkiefer heran. Hierzu wird die angestrebte Bisshöhe zunächst mit festsitzenden Langzeitprovisorien simuliert. Sind Patient und Behandler mit dem Ergebnis über einen längeren Beobachtungszeitraum zufrieden, wird die endgültige Arbeit – meist aus Vollkeramik – angefertigt und fest verklebt. Die moderne Adhäsivtechnik (Klebetechnik) erlaubt es häufig, den Zahn nur sehr wenig oder manchmal gar nicht zu beschleifen und damit zu schonen.

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